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Vollständig geladene Starterbatterien (alle REDTOP® oder BLUETOP® 34M Batterien) sollten bei nicht laufendem Motor eine Spannung von 12,6 bis 12,8 Volt haben. Deep-Cycle-Batterien (alle YELLOWTOP® und BLUETOP-Dual-Purpose-Batterien) sollten eine Spannung von ungefähr 12,8 bis 13,0 Volt liefern. Wenn Sie die Spannung der Batterie bei laufendem Motor messen, messen Sie tatsächlich die Ausgangsspannung der Lichtmaschine. Diese Spannung sollte ungefähr 13,3 bis 15,0 Volt betragen, sie kann jedoch temperaturabhängig abweichen. Bei einer durchschnittlichen Betriebstemperatur von 10 bis 27 °C sollte die Ausgangsspannung der Lichtmaschine zirka 14,0 bis 14,8 Volt betragen.
Wenn Sie kein Multimeter besitzen, können Sie die Ausgangsleistung Ihrer Lichtmaschine prüfen, indem Sie den Motor starten und die Scheinwerfer einschalten. Wird das Licht schwach, deutet dies darauf hin, dass der Strom aus der Batterie stammt und die Lichtmaschine nur wenig oder gar keine Leistung liefert. Wird das Licht heller, wenn Sie die Drehzahl erhöhen, ist das ein Anzeichen dafür, dass die Lichtmaschine etwas Strom erzeugt. Dieser reicht im Leerlauf jedoch möglicherweise nicht aus, um den vollen Ladezustand der Batterie aufrecht zu erhalten. Wenn das Licht normal hell ist und sich die Lichtintensität bei steigender Drehzahl nicht ändert, funktioniert Ihr Ladesystem wahrscheinlich wie vorgesehen.
Sie sollten dann überprüfen, ob die Batterie die Ladung hält oder ein Verbraucher im Fahrzeug die Batterie entlädt.
Hier drei wahrscheinliche Szenarien, um die vorliegenden Probleme zu erklären:- Eine große parasitäre Entnahme (Last bei ausgeschaltetem System) kann eine Batterie schnell entladen und die Batterielebensdauer verkürzen. Die Ursache kann eine Kofferraumbeleuchtung, ein Zigarettenanzünder, eine Uhr, ein Radio, eine Alarmanlage oder ein anderes elektrisches Gerät sein. Die Stromentnahme aus einer Batterie kann mit einem Amperemeter gemessen werden. Trennen Sie bei ausgeschalteter Zündung eines der Batteriekabel. Verbinden Sie ein Kabel des Amperemeters mit der Batterie und das andere mit dem getrennten Kabel. Die normale Stromentnahme beträgt bei den meisten Fahrzeugen ungefähr 25 Milliampere oder weniger. Wenn die Stromentnahme bei ausgeschalteter Zündung 100 Milliampere übersteigt, liegt ein Problem mit der Elektrik vor, das weiter untersucht werden muss. Wenn Sie Ihr Auto nicht in die Werkstatt bringen möchten, besteht die einfachste Möglichkeit der Problemeingrenzung darin, nacheinander die einzelnen Sicherungen zu ziehen, bis der Anzeigewert des Amperemeters fällt.
- Ein Problem mit Ihrer Batterie führt dazu, dass sie die Ladung nicht hält. Bauen Sie hierzu die Batterie aus dem Fahrzeug aus und laden Sie diese vollständig auf. Warten Sie anschließend 12 bis 24 Stunden und messen Sie die Spannung. Eine schnellere aber nicht unbedingt empfohlene Möglichkeit besteht darin, das Fernlicht für 15 Sekunden einzuschalten, es dann auszuschalten und nach fünf bis zehn Minuten die Spannung zu messen. Wenn Sie die Batteriespannung nach einem Tag, einer Woche oder einem Monat prüfen, sollte die Spannung in etwa den zuvor genannten Maximalspannungen entsprechen. Bleibt die Spannung der ausgebauten Batterie erhalten und fällt diese, wenn die Batterie sich im Fahrzeug befindet, liegt ein unter Punkt 1 beschriebenes Problem vor.
- Die Batterie wurde irgendwie entladen und Ihr Erhaltungsladegerät kann die tief entladene Batterie nicht ordnungsgemäß laden. Führen Sie die Anweisungen zum Laden einer tief entladenen Batterie durch.
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In normalen Startanwendungen können OPTIMA-Batterien mit den meisten automatischen Ladegeräten für Bleisäurebatterien geladen werden. Da OPTIMA-Batterien jedoch häufig in Hochleistungsanwendungen oder zum Starten nicht standardmäßiger Fahrzeuge verwendet werden, gibt es bestimmte Fälle, die einer besonderen Überlegung bedürfen.
Eine OPTIMA-Batterie ist eine AGM-Batterie, also keine Gel-Batterie und keine gewöhnliche Nassbatterie. Eine tief entladene OPTIMA-Batterie (weniger als 10,5 Volt) kann nicht ordnungsgemäß geprüft oder aufgeladen werden, wenn sie wie eine Gel-Batterie oder eine gewöhnliche Nassbatterie behandelt wird. Ein elektronischer Handbatterieprüfer liefert sehr wahrscheinlich ungenaue Messergebnisse.
OPTIMA-Batterien haben den Vorteil, dass ihr interner Widerstand sehr gering ist, was eine große Stromabgabe und eine höhere Ladestromaufnahme ermöglicht. Dank dieses Vorteils halten OPTIMA-Batterien auch länger als angegeben und können mit geringerer Spannung als typische Nassbatterien betrieben werden. All dies kann beim Aufladen einer tief entladenen OPTIMA-Batterie zu Verwirrung führen. Die meisten einfachen Batterieladegeräte verfügen über eine Funktion, die das Laden einer Batterie mit weniger als 10,5 Volt verhindert. Ist die Spannung Ihrer OPTIMA-Batterie niedriger, schaltet das Batterieladegerät nicht ein.
Die meisten hochwertigen, modernen Batterieladegeräte sind in der Lage, AGM-Batterien zu laden, zu denen auch OPTIMA-Batterien zählen. Manche Geräte verfügen über spezielle AGM-Einstellungen zum Laden von OPTIMA-Batterien. Verwenden Sie nicht die Einstellungen für Gel-/AGM-Batterien, da eine OPTIMA-Batterie mit diesen Einstellungen nicht voll geladen und mit der Zeit beschädigt wird. Manchmal kann eine tief entladene OPTIMA-Batterie (weniger als 10,5 Volt) auch mit einem AGM-kompatiblen Ladegerät nicht geladen werden. In diesem Fall können die Anweisungen in Abschnitt 3 möglicherweise Abhilfe schaffen.
Für normale Batterieladevorgänge werden maximal 10 A und 13,8 bis 15,0 Volt empfohlen. Für die Spannungserhaltung werden maximal 1 A und 13,2 bis 13,8 Volt empfohlen.
Unter normalen Bedingungen (Motorstart) sollte die Ruhespannung einer OPTIMA-Batterie nie unter 10,5 Volt fallen. In diesen Anwendungen laden die meisten 12-Volt-Ladegeräte (alt oder neu) oder Lichtmaschinen eine OPTIMA-Batterie mit mindestens 10,5 Volt auf. Probleme können normalerweise nur in eigenständigen Deep-Cycle-Anwendungen auftreten oder wenn OPTIMA-Batterien besonders tief entladen sind. -
Eine tief entladene OPTIMA-Batterie (unter 10,5 Volt) kann mit den meisten einfachen Ladegeräten nicht geladen werden. Beachten Sie außerdem, dass eine OPTIMA-Batterie nicht ordnungsgemäß aufgeladen wird, wenn sie wie eine gewöhnliche Nassbatterie oder Gel-Batterie behandelt wird. Um die Batterie zu laden, können Sie eine zweite voll geladene Autobatterie (12+ Volt) parallel (+ an + und – an –) an die entladene AGM-Batterie anschließen. Danach schließen Sie das Ladegerät an die tief entladene Batterie an und stellen es auf 10 A ein. Warten Sie zwei Stunden und kontrollieren Sie den Vorgang mehrfach. Wenn die entladene Batterie mit der Zeit sehr heiß wird oder Gas austritt (Zischgeräusch an den Entlüftungen), brechen Sie den Vorgang sofort ab. Wenn die entladene Batterie 10,5 Volt oder mehr erreicht, klemmen Sie die Standardbatterie ab und laden Sie die AGM-Batterie weiter, bis sie vollständig geladen ist.
Bei normalen Ladeprozessen kann eine relativ geringe Stromstärke von ein bis zwei Ampere gut funktionieren. Ist die Batterie jedoch tief entladen, ist an den Batterieplatten möglicherweise eine Sulfatation aufgetreten. Wenn Sie den Ladevorgang mit 10 A durchführen, hilft die größere Stromstärke, diese Sulfatation aufzubrechen.
Wenn Sie über ein automatisches Ladegerät verfügen, lassen Sie dieses laufen, bis es den Abschluss des Ladevorgangs anzeigt. Bei einem manuellen Ladegerät können Sie die Ladezeit in Stunden für eine vollständig entladene Batterie (11,2 Volt) grob schätzen, indem Sie die Kapazität der Batterie (Amperestunden oder Ah) mit 1,2 multiplizieren. Ist Ihre Batterie nicht vollständig entladen, ist der Ladevorgang kürzer.
In den meisten Fällen können AGM-Batterien mit diesen Schritten regeneriert werden. Es macht nichts, wenn sich die AGM-Batterie während des Ladevorgangs leicht erwärmt. Ist sie jedoch so heiß, dass man sie nicht anfassen kann, liegt ein Kurzschluss vor und der Ladevorgang muss sofort abgebrochen werden. -
Sie können für OPTIMA-Batterien beliebige Ladegeräte verwenden, solange die Spannung ordnungsgemäß geregelt wird. Wenn Ihr Ladegerät ununterbrochen eingeschaltet bleibt, sollte die Spannung maximal 13,8 Volt und die Stromstärke maximal ein Ampere betragen.
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Nein, solange die Spannung richtig geregelt wird. Da OPTIMA-Batterien einen sehr geringen inneren Widerstand aufweisen, akzeptieren sie hohe Stromstärken besser als herkömmliche Batterien.
